Es sind die vielen kleinen Entscheidungen, die uns dem Leben unserer Träume näher bringen, oder uns davon entfernen. Wie oft verbiegen wir uns, aus Angst vor Zurückweisung oder weil wir negative Konsequenzen fürchten. Vielleicht sind wir auch unsicher, dass unsere Meinung, unser Bauchgefühl oder unser erster Impuls richtig ist.
Es geht nicht darum, stur und unflexibel in allen Situationen „Nein“ zu sagen und nur noch auf unserem „Ego“ Trip zu sein, aber zumindest zu bemerken, dass wir von unserer Wahrheit abweichen, jemandem entgegenkommen, uns einfügen, weil wir glauben, es ist einfacher oder besser und dann bewusst zu entscheiden.
Praxistipps:
Schritt 1:
Schau dir deine Gründe genau an. Schau hin, was es wirklich ist, das dich „Ja“ sagen. Was dich über deine Grenzen gehen läßt oder dich dazu bringt Dinge zu akzeptieren oder zu tun, die nicht dem entsprechen, was du wirklich willst.
Mach eine Liste von allen Dingen, die du befürchtest, die passieren werden, wenn du „Nein“ sagst.
- Wenn ich zu xy „nein“ sage, dann … (zB: wenn ich zu meinem Chef „nein“ sage, dann wird er mir die Gehaltserhöhung nicht geben, wenn ich zu meinem Partner „nein“ sage, dann wird er es mir übel nehmen, wenn ich zu meiner Mutter, meiner Nachbarin, … „nein“ sage, dann …)
- Wenn ich in dieser Situation „nein“, befürchte ich dass … (zB: die anderen mich verurteilen werden, die anderen mich ablehnen, …)
Schritt 2:
Nimm dir einen Bereich aus deinem Leben heraus, wo es dich belastet, dass du nicht so authentisch sein kannst wie du es gerne möchtest. Einen Bereich wo es dir besonders schwer fällt, deinen Weg zu gehen und zu deiner Wahrheit zu stehen. Wo du immer wieder von deinen Idealen abweichst.
Wenn du das gefunden hast, schau dir genau das Folgende an:
Erinnere dich an eine Situation in der du nicht „Nein“ gesagt hast, dich so verhalten hast, dass du dich an die Vorstellungen und Erwartungen eines anderen hältst, auch wenn es für dich nicht stimmig ist, sich nicht gut anfühlt.
- Wenn du so weitermachst, was kostet es dich auf lange Sicht, dein Leben/deinen Job/deine Beziehung … so zu leben? (zB: du lebst an deinem Leben vorbei, Verspannung, echte Verbindung zu den anderen, Selbstachtung, …)
- Was kostet es den Anderen? (zB: eine echte Beziehung zu dir, die Chance zu wissen, was du wirklich denkst, wer du wirklich bist, …)
- Wie wird dein Leben in 1, 3, 5, 10, 20 Jahren aussehen, wenn du das konsequent durchziehst? (mal es dir vor deinem geistigen Auge bis ins Detail aus, spür mal richtig rein)
Schritt 3:
Was setzt du jetzt konkret um in deinem Leben?
Wo hast du jetzt die Motivation gefunden, auch in den unbedeutenderen Situationen zu dir zu stehen?
Womit fängst du schon heute an?
So, genug Theorie. Jetzt bist du dran! Die Übungen und Tipps helfen natürlich nur, wenn du sie auch machst … viel Spaß bei der Umsetzung!