„Wenn schon falsch, dann richtig!“

„Wenn schon falsch, dann richtig!“

Diese Worte haben mich so zum Lachen gebracht, als ich sie das erste Mal gelesen hab. Ich liebe ja Wortspiele, besonders welche mit so einer überraschenden Wende!

Jedenfalls sind die Worte an mir hängen geblieben und ich hab angefangen darüber nachzudenken, was das eigentlich für mich bedeutet und warum ich darauf so anspringe.

Folgendes hab ich entdeckt und vielleicht kennst du das ja auch:

Ich hatte immer schon einen hohen Anspruch an mich selbst und eine perfektionistische Ader, die mir mit Genugtuung schon so manchen Erfolg mies gemacht hat.

Statt mit großzügigem und wertschätzendem Blick auf mich und meine „Erfolge“ und Leistungen zu schauen, kommt prompt die Stimme meines inneren Kritikers. Mühelos schüttelt er, noch bevor ich dazu komme erleichtert aufzuatmen, weil ich wieder was geschafft habe, eine ganze Liste an „Verbesserungsvorschlägen“, Kritik und ungebetenem Feedback aus dem Ärmel.

1000 Dinge die ich hätte besser, professioneller, einfühlsamer, geduldiger, langsamer, schneller, einfach anders machen können und auch sollen. Und als würde das nicht schon genügen, kommt gleich noch alles, was sonst noch nicht gut genug an mir ist, hinterher. Jeder Blicke meines Gegenübers wird negativ interpretiert, Kommentare werden viel zu persönlich genommen und positives Feedback mit einem kurzen „die wollen ja nur nett sein“ oder „was wissen die schon, wie viel besser das hätte sein können“ weggewischt.

Gefolgt wird das ganze von einer Hand voll Geschichten aus der Vergangenheit, die belegen, dass ich das immer wieder falsch mache oder es inzwischen wirklich besser machen sollte. Horrorgeschichten aus meiner Zukunft und aus den Köpfen der Anderen, weil ich es ja wiedermal vergeigt habe, runden diesen inneren Monolog ab.

In den schillersten Farben malt er mir Bilder von Ablehnung, Zurückweisung, von Menschen die hinter meinem Rücken schlecht über mich reden, was sie alles über mich lästern und von finanziellem Ruin, von enttäuschten Gesichtern der Menschen, die es (noch) gut mit mir meinen.

Er ist gnadenloser und gemeiner, als jeder Mensch, den ich persönlich kenne und wenn es diesen Kritiker in Person geben würde, wäre das sicherlich der letzte Mensch mit dem ich zu tun haben möchte. Auch die Aussage, „Wenn meine beste Freundin mit mir so sprechen würde, wie ich mit mir selbst, dann wäre sie nicht mehr lange meine beste Freundin“, geht mir durch den Kopf.

WARUM IST DAS SO?

Der Mensch ist ein soziales Wesen und darauf angewiesen, nicht abgelehnt zu werden. Zu Beginn des Lebens hängt sogar das Überleben davon ab. Darum sind wir natürlich darauf gedrillt, die Menschen die uns wichtig sind, nicht zu vergraulen.

Allerdings steht das Ausmaß eines tatsächlichen „fehlerhaften“, nicht ganz optimalen oder wirklich verbockten Ereignisses, mit dem inneren Gefühl, das es in uns auslöst nicht in Relation.

Schon lange bin ich erwachsen und kann sehr gut selbst für mein Überleben sorgen. Nur weil mich ein Mitmensch vielleicht nicht ganz so prickelnd findet oder sich womöglich extrem über mich oder mein Verhalten aufregt, heißt das noch lange nicht, dass dieser worst case eintrifft, den mir mein Kritiker so selbstgefällig prognostiziert.

Dabei meint er es ja nur gut … GUT GEMEINT IST NICHT IMMER GUT GEMACHT!

Wenn denn nur sein Tonfall ein anderer wäre, oder es die Botschaft irgendwie besser transportieren würde. Neutralere Wortwahl, keine „Du“ Botschaften, nicht so vorwurfsvoll, womöglich diplomatischer oder gar in der Sandwichtechnik, Kompliment-Kritik-Kompliment, verpacken würde. Das weiß doch inzwischen wohl jeder, dass der andere vermeintlich negatives Feedback so besser annehmen und offen bleiben und es nur so ein konstruktiveres Gespräch werden kann.

Doch er ist nicht dazu da, uns zu schmeicheln. Er will mich, und zwar mit vollem Einsatz, vor den Gefahren wie Ablehnung, finanziellem Ruin und dem Versagen und dem Schmerz den man dadurch erfährt beschützen. Er ist die Kontrollinstanz, die an unserer ständigen Selbstoptimierung arbeitet und der mich schließlich auch so weit gebracht hat, wie ich es bis heute geschafft habe. Und wenn ich nicht nur meine Ohren sondern auch mein Herz für diese, meine, innere Stimme öffne, kann ich sehr wertvolle Informationen bekommen.

Informationen über meine Ängste, meinen Selbstwert, die Urteile, die ich gegen mich selbst sowieso schon habe und die nur deshalb so schmerzen, weil ich es mit aller Kraft versuche zu verschleiern, dass ich z.b. nicht immer gerecht bin. Auch welch tolle Ideen und welcher Idealismus dort versteckt ist, ist grenzenlos. Eigentlich könnte er mein wichtigster Vertrauter und Berater sein und gemeinsam haben wir ein Potenzial, das nicht zu bremsen ist. Hand in Hand können wir in die höchsten Höhen fliegen und jedes unserer Ziele erreichen.

Und wie kann ich das jetzt konstruktiv nutzen?

  1. Kommentar vom inneren Kritiker bemerken
  2. Situation in der das Kommentar aufkommt nochmal mit NEUTRALEM Blick ansehen
  3. OHNE Selbstvorwurf, OHNE Horror Szenarien über die negativen Konsequenzen
  4. Verständnis dafür, dass ich mich bemüht habe
  5. Offen bleiben dafür, was ich in der Situation gut gemacht habe
  6. Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft erkennen

Wenn ich nun zum Beispiel von meinem inneren Kritiker gesagt bekomme „das war nicht gut genug“, dann muss ich das nicht als allgemeingültig ungefiltert akzeptieren. Wenn ich es wage, mal genau hinzusehen, auf die Situation, wo ich diesen Gedanken hatte und mir, und das ist wichtig, vor NEUTRALE Augen führe, was denn anders sein hätte sollen, dann kann ich daraus gute Anregungen bekommen. OHNE mir jedoch Selbstvorwürfe zu machen und Horrorgeschichten über was die anderen jetzt denken könnten und welche negative Konsequenzen das mit 100% iger Sicherheit haben wird. Stattdessen, offen und liebevoll mit mir zu bleiben, zu sehen, dass ich mein bestes versucht habe und zu sehen, was denn wirklich passiert ist.

GLAUB NICHT ALLES, WAS DU DENKST!

Solange ich seinen Input nur als seine Meinung sehe und nicht als Gesetz oder absolute Wahrheit, kann ich ganz frei entscheiden, ob ich diesen Input aufnehme, vielleicht sogar nachfrage, wie genau das denn gemeint ist und wie konkret das funktionieren könnte oder eben nicht und mich stattdessen nur fürs Mitdenken bedanke.

„Wir sehen die Welt durch den Filter unserer Überzeugungen, Vorstellungen, Ideen, Konzepten und Glaubenssätzen. Es scheint uns gar unmöglich, das Leben direkt zu betrachten, ja es ist sogar unmöglich. Wir merken sogar nicht, dass es so ist, dass wir das Leben nicht direkt erfahren, sondern durch den Schleier unserer Prägung und tief sitzenden Überzeugungen.“ (Byron Katie)

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Das Leben ist ein Wunschkonzert!
Teilnehmer:innen berichten

Das Seminar „Das Leben ist ein Wunschkonzert“ war der pure Augenöffner! Ich konnte innerhalb kürzester Zeit ein für mich so unendlich schwieriges Problem lösen, was mich Jahre lang blockierte, beängstigte, mir mein Selbstwertgefühl nahm. Zudem hinderte es mich anderes anzupacken, weil ich dort so verhaftet war, dass ich unfrei war!

Mit dieser so einfachen und tiefgreifenden Technik kann man alles lösen – dazu braucht man aber Alice, die mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld, Hingabe, Leidenschaft, Wissen, Fröhlichkeit und Redekunst das Seminar leitet und durch den Prozess führt.

Man spürt ständig, dass Alice für „the work“ brennt! Das unglaubliche aber: nach diesem Seminar gibt es sogar noch einen Follow-Up Call, damit Alice sehen kann, was man alles schon umgesetzt hat – das habe ich noch nie erlebt! Da sieht man einfach, wie wichtig es Alice ist, dass man wirklich dran bleibt und weiter macht – einfach nur toll!

Ich bin absolut begeistert und kann jedem empfehlen, an so einem Seminar teilzunehmen! Nach dem Seminar ist vor dem Seminar – ich mache weiter ! Ganz bestimmt! In tiefer Dankbarkeit!

Ich habe bisher wenige so gut vorbereitete und strukturierte Seminare gehabt. So kam ich fast von selbst zum Kern meines Anliegens. Dazu kommt Alice charmante und mitreißende Art. Bei allem Ernst war das „Wunschkonzert“ auch ein echtes Vergnügen.

Es sind nur die Gedanken die man über Dinge, Menschen, Situationen etc. hat, die es einem schwer machen! Kehrt man sie um und arbeitet man an ihnen nach dem Muster von „the work“, gibt es nichts mehr, das einen unglücklich machen oder blockieren könnte! Davon bin ich zutiefst überzeugt!

Ich habe mein Ziel erreicht und die Wurzel meines Problems gefunden. Ich hatte diesen früheren Teil meines Lebens gekannt und als Problem zwar identifiziert, aber nie gewürdigt, ganz angenommen. Jetzt habe ich ihn in der Work mitfühlend erlebt und klar gesagt, wie das für mich war. Das ist ein Gamechanger. So kann ich mich und meine Leistung wertschätzen und brauche dafür andere weniger bzw. spreche anderen gegenüber offen aus, wie es mir mit mir geht. Coole Sache!

Ich hab die letzten Jahre umsonst gelitten, denn gerade habe ich mich innerhalb kürzester Zeit von einer riesigen Last befreien können!